Kinderbehandlung

Im Mittelpunkt: Ihre Kinder - unsere Patienten
Meist mit Spannung erwarten Eltern die ersten Zähnchen ihres Kindes. Ungefähr zwischen dem sechsten und neunten Monat ist es soweit: die ersten Milchzähne, meist im Unterkiefer die Frontzähne, schieben sich durch das Zahnfleisch. Auch wenn sie später wieder herausfallen, so haben sie doch eine wichtige Funktion: sie sind Wegweiser für die bleibenden Schulzähne. Sie tragen eine wichtige Rolle für die Entwicklung des Kiefers wie auch für die Sprache. Daher bieten wir eine erstklassige Kinderzahnheilkunde an. Diese gewährleistet unseren kleinen Patienten eine nach ihren Wünschen und Bedürfnissen orientierte Betreuung. Wir nehmen uns die Zeit, die die kleinen Patienten benötigen. Die Angst schwindet und der Aufenthalt in unserer Praxis wird so angenehm wie möglich.

Unser Konzept basiert auf folgenden Vorgehensgrundsätzen:
1. Betreuung von Geburt an, denn schon der erste Milchzahn benötigt Pflege- Vermeidung von Karies, Nuckelflaschenkaries und Kontrolle von Zahnfehlstellungen im Milchgebiss.

2. Aufklärung der Eltern über Zahnpflege der Kleinen

3. Altersgerechtes und behutsames Heranführen an eine zahnärztliche Behandlung und einfühlsamer Umgang mit Kindern in der Praxis

4. Behandlung von Kindern mit Zahnbehandlungsangsangst mittels sanften Behandlungsmethoden: Kindertrance/Kinderhypnose, Behandlung unter Narkose

5. Früherkennungsuntersuchungen
Der Gesetzgeber hat für Kinder im Alter von 2,5- 6 Jahren zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen eingeführt. In diesem Alter ist das Milchgebiss mit 20 Zähnen bereits vollständig vorhanden. Ziel dieser Untersuchungen ist die Untersuchung der Zähne. Wenn Karies oder gravierende Zahnfehlstellungen vorhanden sind, so ist die Behandlung dieser notwendig. Es werden zusätzliche Hinweise zur Gesunderhaltung der Zahnhartsubstanz und der Zahnstellung gegeben. D.h. es werden Tipps zu Zahnpflege, deren Hilfsmitteln und zur Ernährung gegeben. Nehmen Sie Ihr Kind möglichst frühzeitig mit. Damit hat es Zeit sich an die fremde Umgebung und an uns zu gewöhnen.

6. Individualprophylaxe
(Erlernen der richtigen Zahnputztechnik und des Umganges mit Zahnseide, Fluoridierung der Zähne zum Aushärten des Zahnschmelzes, Fissurenversiegelung, Aufklärung über zahngesunde Ernährung)

7. Gruppenprophylaxe in Kindergärten und Schulen

sanfte Kinderbehandlung - Kindertrance
Trance ist ein wirkungsvolles Instrument zur angst- und schmerzfreien Behandlung unserer kleinen Patienten. Sie hat nichts mit Fremdbestimmung oder Hexerei zu tun. Jeder erlebt alltäglich Momente, in denen er alles um sich herum vergisst. Diese "Abschalt-Funktion" bei gleich bleibender Reaktionsfähigkeit macht sich die Hypnose zunutze. Sie ermöglicht, dass Ihr Kind vorwiegend angenehme Dinge wahrnimmt und unsere Praxis mit einem guten Gefühl verlässt.

Narkose
Ist trotz größter Bemühungen eine Zahnbehandlung nicht möglich, so ist die Behandlung unter Vollnarkose die letzte Möglichkeit. Als Nachteile sind die große Belastung für den kindlichen Körper und mögliche Nebenwirkungen in den Stunden nach der Narkose, wie z.B. übelkeit, Erbrechen, zu nennen. Das Kind bleibt vermutlich weiterhin ein Angstpatient, welches notwendige Behandlungen bis zum Letzten aufschiebt. Es fehlt die positive Erfahrung, die Behandlung selbst gemeistert zu haben. Dazu im Gegensatz ermöglicht die Trance eine positive Erfahrung und den Schritt aus dem Angstkreislauf heraus. Eine Möglichkeit ist auch die Kombination der Grundbehandlung unter Narkose und die nachfolgenden Behandlungen in Trance. Dadurch verliert Ihr Kind mit Sicherheit die Angst vor der Zahnbehandlung.

Fluoridierung
Die Zahnpflege des ersten Milchzahnes sollte 1-mal täglich mit einer erbsengroßen Portion von Milchzahncreme (Fluoridkonzentration 500ppm) erfolgen. Die Fluoridkonzentration der Zahncreme ist auf der Tube vermerkt.

Ab dem zweiten Geburtstag sind die Milchzähne 2-mal täglich mit einer erbsengroßen Portion von Milchzahncreme (500ppm) gründlich zu putzen. Wenn in den ersten Lebensmonaten die Zahnpflege nicht mit fluoridhaltigen Zahncremes durchgeführt wird, so sollten als Ersatz Fluoridtabletten verabreicht werden. Bei der Anwendung von Fluoridtabletten ist auf die Verwendung von fluoridierten Zahncremes und fluoridhaltigem Speisesalz zu verzichten. Ab dem sechsten Geburtstag erfolgt die Zahnpflege mittels einer Junior- oder Erwachsenenzahncreme mit einer Fluoridkonzentration von 1200 bis 1500ppm. Dieses wird kombiniert mit einer wöchentlichen Intensivfluoridierung der Zähne mittels eines Fluoridgeles, bzw. der täglichen Anwendung einer fluoridhaltigen Zahnspülung. Generell ist die Verwendung von fluoridiertem Speisesalz im Haushalt zu empfehlen.

Fissurenversiegelung
Alle Zähne mit zerklüfteter Oberfläche und mit Grübchen (=Fissuren) sind besonders kariesgefährdet. Denn die tiefen Fissuren bieten den Bakterien gute Haftungsmöglichkeiten. Durch die Fissurenversiegelung erhalten gesunde kariesfreie Zähne für viele Jahre einen wirksamen Schutz gegen Karies. Dabei wird ein medizinisch unbedenklicher, dünnflüssiger Kunststoff auf die Oberfläche des Zahnes gebracht und durch das Licht einer Speziallampe gehärtet. Eine Fissurenversiegelung kann aber keinen vollständigen Schutz vor Karies geben. Da der gleiche Zahn immer noch an anderen Flächen, meistens vom Zahnzwischenraum ausgehend, kariös werden kann (Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürste verwenden!!).